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Informationen für Haushalte und Privatpersonen

Die aktuellen Entwicklungen auf dem Energiemarkt sorgen für viele Fragezeichen sowie zum Teil auch für Verunsicherung. Zudem belasten die gestiegenen Preise viele Haushaltsbudgets. Die Bundesregierung hat daher eine Reihe von Maßnahmen gesetzt, um die Versorgung Österreichs (u. a. durch eine Strategische Gasreserve) sicherzustellen und Haushalte zu entlasten (u.a. mit der Stromkostenbremse).

Wichtige Fragen und Antworten zur Energiesituation und den Auswirkungen auf Haushalte und Privatpersonen finden Sie hier. 

Grundsätzlich verursacht ein Ausfall von einzelnen Gaslieferungen nicht automatisch auch ein Versorgungsproblem. Wenn es jedoch zu so massiven Einschränkungen beim Gasimport kommt, dass Lieferungen durch andere Bezugsquellen und vorhandene Einspeicherungen nicht für eine Vollversorgung ausreichen, liegt eine Energie-Versorgungskrise vor. In diesem Fall werden gegebenenfalls seitens des Klimaschutzministeriums Energielenkungsmaßnahmen ergriffen, von denen Haushalte und soziale Dienste jedoch ausgeschlossen sind.

Die durchgerechneten Szenarien zeigen, dass bei gut gefüllten Speichern, Verbrauchsreduktion und erfolgreicher Erschließung alternativer Lieferquellen eine Unterbrechung der Lieferung von Erdgas aus der Russischen Föderation über die Dauer von mehreren Monaten mit den Maßnahmen der Stufe 1 des Notfallplans überbrückt werden kann.

Zur Vorbereitung auf einen möglichen Stopp russischer Erdgaslieferungen und Verhinderung von potenziellen Gas-Versorgungsengpässen hat die Europäische Union einen Gasnotfallplan ausgearbeitet, welcher am 9. August 2022 in Kraft getreten ist. Die Verordnung sieht vor, dass alle EU-Länder ihren Gasverbrauch von 1. August 2022 bis 31. März 2023 freiwillig um 15 Prozent senken, verglichen mit dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre dieser Periode. Insgesamt müssen nach Zahlen der EU-Kommission 45 Milliarden Kubikmeter Gas gespart werden, um das Ziel zu erreichen.

Um die Versorgungssicherheit von Haushalten und Wirtschaft auch in der kommenden Heizsaison zu gewährleisten und die Abhängigkeit von russischen Erdgaslieferungen zu reduzieren, hat die Bundesregierung bereits umfassende Maßnahmen in die Wege geleitet. Die Grundlagen dafür sind die Befüllung der österreichischen Speicher, vielfältigere Importrouten sowie die Reduktion des Verbrauchs von russischem Gas durch neue bzw. andere Energiequellen, Effizienz und Einsparungen.

1. Vielfältigere Importrouten für Erdgas nach Österreich

Die OMV hat für das kommende Gasjahr von Oktober 2022 bis September 2023 umfangreiche Transportkapazitäten für nicht-russisches Erdgas gebucht. Insgesamt stehen durch die erfolgreiche Teilnahme der OMV an der Jahresauktion für den Transport von Erdgas Kapazitäten für 40 TWh Erdgas zur Verfügung, das entspricht ca. 45% des gesamten österreichischen Jahresverbrauchs an Erdgas. Dies ist ein wichtiger Schritt, um die Abhängigkeit von russischen Erdgaslieferungen deutlich zu senken. Im vergangenen Jahr hat Österreich noch rund 60 TWh Erdgas aus Russland bezogen. 

Die Bundesregierung bekennt sich überdies dazu, die Gasinfrastruktur mit dem Ziel einer vielfältigeren Gasversorgung und der Nutzung alternativer Transportrouten zu optimieren und, wo notwendig, auszubauen.

2. Einspeicherung

Ein wichtiges Sicherheitspolster ist die Befüllung der österreichischen Speicher. Durch die erstmalige Beschaffung einer Strategischen Gasreserve, die Möglichkeit der Selbsteinspeicherung für die Industrie, dem Schutz der eingespeicherten Erdgasmengen im Falle der Energielenkung und die Schaffung von Marktinstrumenten wurden die rechtlichen Grundlagen geschaffen, dass alle österreichischen Speicher für die kommende Heizsaison ausreichend befüllt werden. Die staatliche strategische Gasreserve in der Höhe von 20 TWh steht ab 1. November 2022 zur Verfügung.

Langfristige Maßnahmen zur Sicherstellung der Energieversorgung Österreichs liegen in Energiesparmaßnahmen, in der Diversifizierung sowie im weiteren Ausbau von Energie aus erneuerbaren Quellen.

Der Notfallplan Gas wurde vom Klimaschutzministerium aufgrund der EU-Verordnung über Maßnahmen zur Gewährleistung der sicheren Gasversorgung (kurz: Gas SoS-Verordnung) erlassen. Er legt drei Krisenstufen (Früh-, Alarm- und Notfallstufe) und zu treffende Maßnahmen fest. Die Ausrufung einer Krisenstufe führt zu keiner automatischen Anordnung von Energielenkungsmaßnahmen nach EnLG 2012, diese werden situationsabhängig vom BMK per Erdgas-Lenkungsmaßnahmen-Verordnung getroffen. Weniger eingriffsintensive Maßnahmen wie z.B. verpflichtende Sparanordnungen, eine Anordnung zur Ausweitung der Erdgasförderung in Österreich oder Verpflichtungen im Zusammenhang mit Erdgassubstitution von Großabnehmern sind bereits in der Frühwarn- und Alarmstufe möglich, auf eingriffsintensivere Maßnahmen wird erst in der Notfallstufe zurückgegriffen.

Frühwarnstufe (1. Krisenstufe):

Sie wird ausgerufen, wenn es konkrete und zuverlässige Hinweise gibt, dass es zu einer Verschlechterung der Gasversorgung kommen könnte.

In der Frühwarnstufe erfolgt vor allem eine engmaschigere Überwachung des Gasmarktes und Analyse der Situation sowie Informationen und Kommunikation an die und mit den relevanten nationalen und europäischen Stellen. Wenig eingriffsintensive Maßnahmen gemäß EnLG 2012, wie z.B. verpflichtende Sparanordnungen oder die Verpflichtung zur Vorbereitung der Großabnehmer bzw. KWK- und Fernwärmeanlagen-Betreiber für eine mögliche Energieträgersubstitution, sind möglich, aber nicht zwingend notwendig.

Alarmstufe (2. Krisenstufe):

Die Alarmstufe wird ausgerufen, wenn sich die Wahrscheinlichkeit für eine Verschlechterung der Gasversorgungslage z.B. durch die konkrete Ankündigung von offiziellen, zuständigen Quellen für Liefereinschränkungen oder Lieferstopp erhöht.

Der aktuelle Gasbedarf von Industrie wird abgefragt. Durch engere Abstimmung mit den Speicherbetreibern sollen Engpässe vermieden werden. Anfragen bei Großabnehmern, die gleichzeitig Erzeuger mit KWK-Anlagen oder Fernwärmeunternehmen sind, ob der Einsatz von Erdgas durch Ersatzbrennstoffe substituiert werden kann. Weniger eingriffsintensive Maßnahmen gemäß Energielenkugsgesetz, wie z.B. weitergehende verpflichtende Sparanordnungen oder eine Anordnung zur Ausweitung der Erdgasförderung in Österreich, Verpflichtungen im Zusammenhang mit Erdgassubstitution von Großabnehmern bzw. KWK- und Fernwärmeanlagen, sind möglich, aber nicht zwingend notwendig.

Notfallstufe (3. Krisenstufe):

Die Ausrufung der Notfallstufe kann dann notwendig sein, wenn mit hoher Wahrscheinlichkeit Einschränkungen in den Gaslieferungen zu erwarten sind und die aktuelle Nachfrage durch marktkonforme Maßnahmen nicht mehr gedeckt werden kann.

Priorität hat die Versorgung geschützter Kund:innen, also die Versorgung der Haushalte und grundlegender sozialer Dienste.

Für alle weiteren Gasverbraucher:innen können jedoch weitergehende Energielenkungsmaßnahmen, wie beispielsweise Verbrauchseinschränkungen oder Verfügungen über Erdgasmengen, verordnet werden.  Ziel ist immer, dass die Gasversorgung von geschützten Kund:innen wie Haushalten und grundlegenden sozialen Diensten bzw. von systemrelevanten Bereichen gewährleistet bleibt und die wirtschaftlichen Auswirkungen auf ein Mindestmaß beschränkt werden.

Lenkungsmaßnahmen dürfen nur so lange und in einem solchen Ausmaß eingesetzt werden, wie es zur Abwendung oder Behebung der Störung unbedingt erforderlich ist.

Im Fall einer Energie-Versorgungskrise kommen die Bestimmungen des Energielenkungsgesetzes (kurz: EnLG) zur Anwendung. Voraussetzung ist eine unmittelbar drohende oder bereits eingetretene Störung der Energieversorgung, die keine saisonale Knappheit darstellt und nicht durch den Markt behoben werden kann.  Alle Informationen zu den Zielen, Art und Dauer der Lenkungsmaßnahmen 
finden Sie hier

Zur Abwendung einer unmittelbar drohenden Störung oder zur Behebung einer bereits eingetretenen Störung der Gasversorgung Österreichs ist die Bundesministerin für Klimaschutz ermächtigt, weitere Verordnungen zur Energielenkung auf Grundlage des Energielenkungsgesetzes zu verabschieden.

All diese Maßnahmen dienen dazu, dass die Stufen 2 und 3 der Energielenkung im Notfall vermieden werden können.

Energielenkungsmaßnahmen sollen sicherstellen, dass der lebenswichtige Bedarf an Energie gedeckt wird, die Versorgung der Bevölkerung aufrechterhalten bleibt und eine ungestörte Gütererzeugung möglich ist.

Ziele sind also:

  • Aufrechterhaltung der Gas- und Stromversorgung
  • Schutz besonderer Kundengruppen (Haushalte, soziale Dienste)
  • Gleichbehandlung aller Kund:innen (ausgenommen jener, die geschützt sind)
  • Minimierung volkswirtschaftlicher Schäden
  • Aufrechterhaltung von Lieferketten
  • Ausreichende Vorlaufzeiten
  • Möglichst hohe Flexibilität für Kund:innen
  • Aufrechterhaltung von Preismechanismen
  • Aufrechterhaltung des europäischen Marktes
  • Selektive Maßnahmen nach wirtschaftlichen Kriterien
     

Verordnungen zur Energielenkung können z. B. folgende Maßnahmen umfassen:

  • Anweisungen an Erdgasunternehmen oder -produzenten über die Produktion, Verteilung, Speicherung oder den Handel von Erdgas, die zur Sicherung der Gasversorgung notwendig sind
  • Verpflichtung von Organisationen bereits erworbene Erdgasmengen dem Markt zur Verfügung zu stellen
  • Aufruf zur Verteilung des verfügbaren Erdgases an die Organisationen oder Haushalte nach dem Grad der Dringlichkeit, der Ersetzbarkeit durch andere Energieträger und dem Ausmaß an volkswirtschaftlichen Auswirkungen. Haushaltskund:innen, die an das Erdgasverteilernetz angeschlossen sind, gelten als geschützte Kund:innen und sind auch in außergewöhnlichen Situationen vorrangig geschützt.
     

Als „geschützte:r Kund:in “ gelten laut Gaswirtschaftsgestz:

  • Haushaltskund:innen, die an ein Erdgasverteilernetz angeschlossen sind, sowie
  • grundlegende soziale Dienste, welche nicht den Bereichen Bildung und öffentliche Verwaltung angehören.

Im Gegensatz zu anderen Endverbraucher:innen (z.B. Industrie) können sie nicht ohne weiteres Verfahren von der Belieferung ausgeschlossen bzw. beschränkt werden.

Die Energie-Hotline der E-Control steht Ihnen unter der Nummer 0810 10 25 54 (0,044 Euro/Minute) für alle Fragen zum Thema Energie zur Verfügung.

Auswirkungen für Haushalte

Haushaltskund:innen, die an das Erdgasverteilernetz angeschlossen sind, gelten als sogenannte „geschützte Kund:innen“ und werden auch in außergewöhnlichen Situationen vorrangig versorgt. Im Gegensatz zu anderen Verbraucher:innen können sie nicht ohne weiteres Verfahren von der Belieferung ausgeschlossen bzw. beschränkt werden.

Zur Überbrückung eines Gasengpasses ist es trotz geschütztem Status wichtig, dass alle Endverbraucher:innen – also auch die Haushalte - Energie nur im unbedingt erforderlichen Ausmaß einsetzen. Wer auf andere Energieträger (etwa Holz) umsteigen kann, sollte das tun.

Flächenabschaltungen stellen den letzten Ausweg dar.

Einfache Tipps, wie Sie Energie im Haushalt sparen können, finden Sie auf der Website mission11.at. Für die Bereiche Heizen, Warmwasserbereitung, Strom und Mobilität finden Sie dort Hinweise, die Sie ohne oder mit nur sehr geringen Investitionen im Alltag gleich umsetzen können. Zu jedem Themenbereich gibt es weiterführende Links mit ausführlicheren Informationen und Erklärungen, sowie Hinweise auf Einsparmöglichkeiten, die größere Investitionen erfordern.

Die wichtigsten Maßnahmen finden Sie auf mission11.at auch in türkischer, serbisch/kroatischer Sprache sowie in Österreichischer Gebärdensprache zur Verfügung.

Einen Überblick über verschiedene Energiesparmöglichkeiten finden Sie auch in der Broschüre „Wir sparen Energie, gewusst wie!“, die Sie unter dem folgenden Link herunterladen bzw. bestellen können. 

Förderungen des Klimaschutzministeriums für Investitionen in Energiesparmaßnahmen an ihrem Gebäude (z.B. thermische Sanierung, Dämmung, Fenstertausch etc.)  finden Sie unter Umweltförderung.at.

Ein länger anhaltender, überregionaler Stromausfall wird als Blackout bezeichnet. Die Wahrscheinlichkeit eines solchen Blackouts ist laut einer Studie als sehr gering einzustufen. Dennoch können der Klimawandel, die voranschreitende Digitalisierung sowie die Erschließung neuer Energiequellen und die Dezentralisierung des Energiesystems mittelfristig eine Gefahr für das Stromnetz darstellen. Auf diese Veränderungen reagiert die Regierung mit verstärkenden Vorsorgemaßnahmen zur Sicherung des Stromsystems sowie der Erhöhung der Widerstandsfähigkeit und Verbesserung der Reaktionsoptionen im Fall eines Blackouts.

Rund 31 % des heimischen Gasverbrauchs und 29 % des Stromverbrauches entfallen auf Haushalte. Die Bundesregierung fordert alle Energieverbraucher:innen – sowohl Unternehmen als auch Haushalte– auf, Energie zu sparen. Nur wenn alle Akteur:innen ihren Energieverbrauch reduzieren, kann das EU-weite Ziel von 15 % Energieeinsparung von August 2022 – März 2023 erreicht werden und die Abhängigkeit von Russland reduziert werden.

Energiesparen in Haushalten hat jedoch noch weitere positive Effekte: So kann mit einem verminderten Verbrauch auch der Geldbeutel geschont werden und es leistet einen wichtigen Beitrag für mehr Klimaschutz.

Wir leben derzeit in einer Zeitenwende und befinden uns in mehreren Krisen gleichzeitig. Die große Herausforderung ist, diese Krisen gleichzeitig zu lösen. Ein Abkommen von fossilen Brenn- und Kraftstoffen trägt zur Lösung beider Krisen bei. 
Gleichzeitig ist es besonders wichtig Energie zu sparen, unabhängig davon welche Energiequelle zur Verfügung steht. Bei PKWs ist es keine Alternative für immer mit Diesel oder Benzin zu fahren. Beim Individualverkehr ist die Elektromobilität eine gute Option. Alternativ angetriebene Fahrzeuge ohne Verbrennungskraftmaschine weisen aufgrund des höheren Wirkungsgrades des Elektromotors nur rund ein Drittel des erforderlichen direkten Energieeinsatzes (spezifischer Verbrauch) auf wie vergleichbare konventionell angetriebene Fahrzeuge (Diesel, Benzin).
Aber auch bei Elektroautos macht es sehr viel Sinn, freiwillig langsamer als das Tempolimit zu fahren, um Strom zu sparen. Tempo 100 statt 130 spart auch bei Elektrofahrzeugen rund ein Viertel der benötigten Energie ein. 

Wenn Sie Probleme haben, Ihre Energiekosten zu bezahlen, sind Ihre Energieversorger sowie zahlreiche soziale Einrichtungen für Sie da. Viele große Strom- und Gaslieferanten haben eine eigene Anlauf- und Beratungsstelle für betroffene Haushalte, die Ihnen bei finanziellen Schwierigkeiten helfen kann. Erkundigen Sie sich direkt bei Ihrem Strom- bzw. Gasversorger. Die Nummer der Hotline finden Sie auf Ihrer Rechnung oder im Internet. Bitte haben Sie bei der Kontaktaufnahme etwas Geduld: Viele Lieferanten und Netzbetreiber sind derzeit aufgrund der vielen Anfragen telefonisch schwer erreichbar und brauchen etwas länger für die schriftliche Beantwortung Ihrer Anliegen.

Zahlreiche soziale Einrichtungen sind Anlaufstellen, bei denen Sie Beratung oder zum Teil auch finanzielle Unterstützung erhalten. Informationen, an wen Sie sich wenden können, finden Sie auf der Beratungsstellen-Übersicht auf der Website der Regulierungsbehörde E-Control.

Bei Nachzahlungen aus einer Strom-Jahresabrechnung haben Sie ein gesetzliches Recht auf Ratenzahlung.

Wenn Sie Schwierigkeiten haben, einen Strom- oder Gaslieferanten zu finden, der bereit ist einen Vertrag über die Belieferung mit Energie abzuschließen oder wenn die Abschaltung der Anlage angedroht wird bzw. bereits abgeschaltet wurde, können Sie sich auf die Grundversorgung berufen.

Wenn Sie auch Probleme haben Ihre Miete zu zahlen, können Sie sich auf "der Wohnschirm" über Beratungen und Unterstützungsleistungen informieren.

Die Maßnahmen der Bundesregierung zur Abfederung der hohen Energiekosten finden Sie auf der Website des Finanzministeriums.

Eine Übersicht über das Anti-Teuerungspaket der Bundesregierung können Sie auf der Website des Sozialministeriums nachlesen.
 

Die Bevölkerung in Österreich ist aktuell mit den höchsten Inflationsraten seit rund 50 Jahren konfrontiert. Insbesondere die hohen Energiepreise tragen dazu bei, dass die Unsicherheit über die Leistbarkeit von Grundbedürfnissen zunimmt. Die bereits gesetzten Maßnahmen der Bundesregierung in Form von drei Entlastungspaketen haben dazu beigetragen, dass es bereits zu wesentlichen Entlastungen bei Haushalten und Unternehmen gekommen ist. 

Hierzu gehört:

  • das Aussetzen der Ökostrompauschale und des Ökostromförderbeitrages
  • die Senkung der Elektrizitätsabgabe
  • der Energiekostenausgleich in der Höhe von 150 Euro
  • der Anti-Teuerungsbonus und der Klimabonus in der Höhe von 500 Euro für Erwachsene und 250 Euro für Kinder und Jugendliche. Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Klimabonus finden Sie auf www.klimabonus.gv.at. Für dort nicht geklärte Anliegen ist die Klimabonus-Hotline unter 0800 8000 80 erreichbar.
  • die Stromkostenbremse fördert den Strompreis für den Grundbedarf (festgelegt auf 2900 kw/h) pro Haushalt. Für den Verbrauch darüber hinaus wird weiterhin der Marktpreis berechnet. Der Stromkostenzuschuss wird ab 1.12.2022 automatisch berücksichtigt. Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Stromkostenbremse finden Sie unter Informationen für Haushalte . Für dort nicht geklärte Anliegen wenden Sie sich bitte an Ihren Energieversorger, der die Stromkostenbremse umsetzt. 
  • Haushalte mit geringem Einkommen können sich nicht nur von den Rundfunkgebühren (GIS), sondern gleichzeitig auch von der Zahlung der Erneuerbaren-Förderpauschale und dem Erneuerbaren-Förderbeitrag befreien lassen. Der Antrag kann bei Erfüllung der Voraussetzungen bei der GIS  gestellt werden. Wer eine solche Befreiung von der Erneuerbaren-Förderpauschale und dem Erneuerbaren-Förderbeitrag hat, erhält automatisch zusätzlich zum Stromkostenzuschuss einen Netzkostenzuschuss. Der Netzkostenzuschuss wird in der Höhe von 75 Prozent der vom Netzbetreiber zu verrechnenden Systemnutzungsentgelte gewährt und ist mit maximal 200 Euro pro Jahr begrenzt. 
  • Energieintensive Unternehmen werden im Rahmen des Energiekostenzuschusses finanziell unterstützt.

Die Energiepreise am Großhandelsmarkt sind zuletzt stark gestiegen. Das liegt mitunter am Ukraine-Krieg, aber auch an den Folgen des Klimawandels. Aufgrund des gestiegenen Gaspreises wird auch der Strom teurer, da sich der Strompreis nach dem teuersten Kraftwerk richtet, das aktuell zur Deckung des Strombedarfs hinzugezogen werden muss – dabei handelt es sich um Gaskraftwerke. Könnte der gesamte Strombedarf durch erneuerbare Energien gedeckt werden, würde das auch zu einer Preisreduktion führen, da diese günstiger produzieren können als Kraftwerke, die Strom aus fossilen Brennstoffen gewinnen. 

Stromkostenbremse für Haushalte

Die Stromkostenbremse ist eine Entlastungsmaßnahme des Bundes. Sie wirkt den aktuellen Preissteigerungen bei Strom entgegen und setzt gleichzeitig einen Anreiz zum Stromsparen. Sie hilft schnell und unbürokratisch.

Von der Stromkostenbremse profitieren natürliche Personen, die einen aufrechten Stromlieferungsvertrag für einen Haushalts-Zählpunkt haben. Diese Personen erhalten die Stromkostenbremse automatisch von ihrem Stromlieferanten durch Berücksichtigung auf der nächsten Rechnung und bei zukünftigen Teilbetragszahlungen. 

Was ist ein Haushalts-Zählpunkt?
Haushalts-Zählpunkte erkennt man daran, dass ihnen ein gewisses standardisiertes Lastprofil zugeordnet wurde. Folgende standardisierte Lastprofile erhalten die Stromkostenbremse:

  • H0 (Haushalt)
  • HA (Haushalt mit Warmwasserspeicher an einem Zählpunkt)
  • HF (Haushalt mit Speicherheizung an einem Zählpunkt)

Die Information, welches standardisierte Lastprofil Ihrem Zählpunkt zugeordnet wurde, finden Sie in den Unterlagen Ihres Netzbetreibers (Netzzugangsvertrag).

Was ist ein standardisiertes Lastprofil?
Das standardisierte Lastprofil beschreibt das Abnahmeverhalten einzelner Gruppen von Verbraucher:innen. Es zeigt also an, zu welchen Zeiten mehr bzw. weniger Strom verbraucht wird. Für das typische Verhalten der Gruppe wird ein Lastprofil als Standard erstellt, das dann auf alle Verbraucher:innen angewendet wird, die solch einem Standardlastprofil zugeordnet sind. Die Zuweisung eines standardisierten Lastprofils erfolgt durch den Netzbetreiber. Informationen, welches Lastprofil ihrem Zählpunkt zugeordnet wurde, finden Sie in den Unterlagen Ihres Netzbetreibers. 
 

Pro Haushalts-Zählpunkt wird maximal ein Grundkontingent von 2.900 Kilowattstunden (kWh) gefördert. Das heißt: bis zu einem Verbrauch von 2.900 kWh übernimmt der Bund einen Teil der Stromrechnung. Wie hoch der Zuschuss des Bundes ist, hängt davon ab, wie hoch der jeweilige Energiepreis ist. Haushaltskund:innen mit höheren Energiekosten werden stärker entlastet als jene, die noch zu günstigeren Konditionen Strom beziehen können.
 

Stromkosten setzen sich zusammen aus 

  • dem Netzentgelt für die Nutzung des öffentlichen Stromnetzes, 
  • dem Energiepreis für die Ware Strom sowie 
  •  den Steuern und Abgaben. 

Diese Kosten werden auf den Stromrechnungen einzeln angeführt. Die Stromkostenbremse umfasst einen Zuschuss zum Energieteil der Rechnung. (Einkommensschwache Haushalte, die von den EAG-Förderkosten befreit sind, erhalten zusätzlich den Netzkostenzuschuss, der die zu zahlenden Netzentgelte verringert).

Die Stromkostenbremse wirkt bei allen Nettoenergiepreisen über 10 Cent pro kWh, das entspricht etwa dem Vorkrisen-Niveau. Der obere Schwellenwert liegt bei 40 Cent Nettoenergiepreis pro kWh. Pro kWh werden also maximal 30 Cent Zuschuss gewährt. Diese 30 Cent Zuschuss pro kWh übernimmt der Bund auch dann, wenn der Nettoenergiepreis über 40 Cent pro kWh liegen sollte. 
Bei der Berechnung wird auf die individuellen Preisbestandteile der Energierechnung abgestellt. Für die Berechnung nicht relevant sind die Netzentgelte, Steuern und Abgaben sowie aufgrund gesetzlicher Vorgaben gewährte Zuschüsse oder eingehobene Beträge (z. B. NÖ Strompreisrabatt – dieser wird zusätzlich gewährt). Auch der Energiekostenausgleich der Bundesregierung in Höhe von 150 Euro wird zusätzlich gewährt, wenn die Voraussetzungen vorliegen.
 

Der Förderzeitraum läuft von 1. Dezember 2022 bis 30. Juni 2024. Die Stromlieferanten berücksichtigen diesen Zuschuss automatisch, es braucht keinen Antrag dazu.

Das Gesetz zur Stromkostenbremse (Stromkostenzuschussgesetz) wurde im Oktober 2022 im Parlament beschlossen. Bis zum Abwicklungsstart waren noch Vorbereitungsarbeiten bei den Lieferanten erforderlich. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Abwicklung automatisch funktioniert.

Wichtig ist: Wenn Sie begünstigt sind, greift die Stromkostenbremse ab 1. Dezember 2022. Das gilt auch dann, wenn Sie beispielsweise im November 2022 bereits eine Vorauszahlung für Dezember geleistet haben, bei der die Stromkostenbremse noch nicht berücksichtigt werden konnte (das Datum der Zahlung lag ja vor dem Abwicklungsstart am 1. Dezember). Die Lieferanten stellen sicher, dass Sie bei der nächsten Rechnung und den zukünftigen Teilbetragszahlungen den Zuschuss für den Zeitraum ab 1. Dezember 2022 erhalten.

Bei der Ausarbeitung des Modells wurde sichergestellt, dass die Stromkostenbremse jedenfalls ab 1. Dezember 2022 wirkt.

Für die automatische Abwicklung der Stromkostenbremse waren Anpassungen in den IT-Systemen der Lieferanten notwendig. Diese Anpassungen sollten bis 1. Dezember 2022 abgeschlossen sein. Falls es in Einzelfällen zu einer Verzögerung kommt, geht kein Tag der Unterstützung verloren. Allerspätestens bei der nächsten Rechnung wird der volle Betrag ab 1. Dezember 2022 abgezogen. Sobald die IT-Systeme der Lieferanten angepasst sind, ist die Wirkung der Stromkostenbremse bereits bei den unterjährigen Teilbetragszahlungen merkbar. Zu beachten ist, dass die Stromkostenbremse kostenmindernd auf den Energieanteil der Rechnung wirkt; bei den Netzentgelten, Steuern und Abgaben greift die Stromkostenbremse nicht.

Was sind Teilbetragzahlungen?
Bei den sogenannten Teilbetragszahlungen handelt es sich um Teilrechnungen. Damit leistet man – auf Basis des geschätzten Jahresverbrauchs – eine Vorauszahlung auf den Rechnungsendbetrag. Allfällige Differenzen zwischen den unterjährigen Teilbetragszahlungen und dem Rechnungsendbetrag werden durch ein Guthaben bzw. Nachzahlungen ausgeglichen.

Der Zuschuss des Bundes auf die Energiekosten wird auf der Rechnung als „Stromkostenzuschuss“ ausgewiesen. Das ist die gesetzliche Bezeichnung für die Stromkostenbremse.

Sie bekommen den Zuschuss für jeden Haushalts-Zählpunkt mit aufrechtem Stromlieferungsvertrag.

Energielieferanten haben keine Informationen darüber, wenn mehrere Haushalte über einen gemeinsamen Zählpunkt versorgt werden. Deshalb stellt die Stromkostenbremse auf Zählpunkte ab, für die ein aufrechter Stromlieferungsvertrag besteht. Pro Zählpunkt wird die Stromkostenbremse einmal gewährt.

Nein, Sie müssen – außer dem Abschluss eines neuen Vertrages – nichts unternehmen. Die Stromkostenbremse wird automatisch auch bei ihrem neuen Lieferanten wirksam. Bei ihrem vorherigen Lieferanten erhalten sie die Stromkostenbremse bis zum letzten Tag des Vertragsverhältnisses.

Die Höhe der Ersparnis hängt von den individuellen Energiekosten ab. Die Stromkostenbremse ist ein Entlastungsinstrument. Haushaltskund:innen, die höheren Energiepreisen ausgesetzt sind, werden stärker entlastet als jene, die erfreulicherweise weniger stark von Preissteigerungen betroffen sind.

Mit dem Stromkostenbremsenrechner der Regulierungsbehörde E-Control können Sie näherungsweise errechnen, welchen Beitrag der Bund als Stromkostenbremse zu Ihrer Stromrechnung beisteuert.

Haushalte, an deren Adresse mehr als drei Personen im Zentralen Melderegister (ZMR) hauptgemeldet sind, erhalten ein Zusatzkontingent. Jede zusätzliche Person wird mit einem Kontingent von 350 kW/h zu 30 Cent unterstützt. Das entspricht einer zusätzlichen Entlastung von über 100 Euro pro Person und Jahr. Das Modell wird aktuell vom Finanzministerium finalisiert und die Entlastung kommt noch im Frühjahr nächsten Jahres bei den Haushalten an. Die Abwicklung soll weitgehend automatisch erfolgen.

Die Stromkostenbremse ist eine breit angelegte Entlastungsmaßnahme – sie greift für alle Haushaltskund:innen, die Strom beziehen. Um Haushalte mit geringem Einkommen zusätzlich zu unterstützen, gibt es auch einen Zuschuss bei den Netzkosten.

Um den Netzkostenzuschuss zu erhalten, muss der Haushalt von den Erneuerbaren-Förderkosten befreit sein. Das ist möglich, wenn die Voraussetzungen für eine Befreiung von den Rundfunkgebühren (GIS) vorliegen. Für diese Haushalte übernimmt der Bund 75% der Netzkosten. Gedeckelt ist der Zuschuss pro Zählpunkt mit 200 Euro pro Jahr. Der Netzkostenzuschuss wird zwischen 1. Jänner 2023 (Inkrafttreten der neuen Systemnutzungsentgelte-Verordnung der E-Control) und 30. Juni 2024 gewährt.

Informieren Sie sich online, ob Sie die Voraussetzungen für den Netzkostenzuschuss erfüllen. Die Befreiung von den EAG-Förderkosten kann bei Erfüllung der Voraussetzungen bei der GIS GmbH unter www.gis.at/befreien/eag-kostenbefreiung beantragt werden.

Pro Kilowattstunde (kWh) werden maximal 30 Cent Zuschuss geleistet. Sollte der Nettoenergiepreis z. B. 45 Cent pro kWh betragen, wird der maximale Zuschuss von 30 Cent auf der Rechnung abgezogen – für die kWh innerhalb des Grundkontingents sind von den Haushaltskund:innen dann nur 15 Cent netto anstelle von 45 Cent netto zu zahlen, 30 Cent übernimmt der Bund. Für Netzentgelte, Steuern und Abgaben greift die Stromkostenbremse nicht.

Alternativen zu Öl & Gas

Nein, tatsächlich produzieren erneuerbare Kraftwerke den Strom günstiger als Kraftwerke, die auf fossilen Brennstoff setzen. Nach den Mechanismen des Strommarktes orientiert sich jedoch der Preis an den Grenzkosten des letzten Kraftwerks, das zur Deckung des Strombedarfs benötigt wird. Durch dieses Prinzip werden zuerst jene verfügbaren Kraftwerke mit den geringsten Grenzkosten (die Erneuerbaren) zur Berechnung herangezogen, danach folgen die Kraftwerke mit hohen Grenzkosten (Kohle, Gas).
Hätten wir so viele Erneuerbare-Kraftwerke (z. B. Wind, PV, Wasser), dass auch das letzte Kraftwerk, das zur Deckung des Strombedarfs benötigt wird, ein Erneuerbaren-Kraftwerk ist, dann wären auch die Grenzkosten gering. 

Die Preise der Pellets steigen aufgrund der rasant steigenden Nachfrage und gestiegenen Produktionskosten für Pellets bei gleichzeitigen Lieferengpässen. Dazu tragen einerseits der Ausfall von Liefermengen aus Russland, Weißrussland und der Ukraine bei sowie der massive Aufkauf von Pellets durch Kraftwerke in Europa.  Die aktuellen Preisentwicklungen sowie Preisvergleiche bei Pellets listet der Verband proPellets.

Vor jeder Entscheidung sollten Sie eine professionelle Energieberatung in Anspruch nehmen. Diese ist in jedem Bundesland kostenlos oder zu sehr geringen Kosten verfügbar und kann – je nach Angebot des jeweiligen Bundeslandes – vor Ort, per Telefon oder auch digital erfolgen.
Kontaktieren Sie die Energieberatungsstelle Ihres Bundeslandes! 

Die Optionen sind:

  • Fernwärmeanschluss
  • Holzzentralheizung (Pellets, Hackgut, Scheitholz)
  • Wärmepumpe (Grundwasser, Erdwärme, Luft)
  • Solaranlage

Welche Heizung für Ihr Ein-/Zweifamilienhaus oder Reihenhaus am besten geeignet ist, können Sie im klimaaktiv Ratgeber „Die richtige Heizung für mein Haus“ nachlesen. 
 

In der klimaaktiv Heizungs-Matrix werden erneuerbare Heizungssysteme in ein Ampelsystem gegliedert. Diese Einordnung erfolgte anhand eines umfangreichen Kriterienkatalogs. Die Kriterien Heizkomfort, Investitionskosten sowie CO2-Emissionen sind dabei besonders hoch gewichtet.

Heizsysteme mit dunkelgrünen Feldern haben beispielsweise einen sehr niedrigen CO2-Ausstoß bei gleichzeitig geringen Investitionskosten und hohem Heizkomfort. Von Heizsystemen mit orangen Feldern wird eher abgeraten. Sie halten die oben genannten Kriterien für das betreffende Gebäude nicht ein.

Aktuell muss für einen Kesseltausch inkl. Entsorgung des fossilen Kessels eines Einfamilienhauses mit durchschnittlich 30.000 Euro gerechnet werden. Der Bund fördert den Umstieg im Ein- und Zweifamilienhaus von einem fossilen Heizsystem auf eine klimafreundliche Heizung mit bis zu 7.500 Euro. Für alle Förderanträge ab dem 12.9.2022 wird zusätzlich ein „Raus aus Gas“-Bonus in der Höhe von 2.000 Euro vergeben, wenn ein gasbetriebenes Heizungssystem gegen eine klimafreundliche Alternative ausgetauscht wird. Dazu kommen weitere 1.500 Euro, wenn gleichzeitig eine Solarthermieanlage errichtet wird.

Im mehrgeschossigen Wohnbau wird der Umstieg in Abhängigkeit von der Leistung der Heizungszentrale mit 7.500 – 15.000 Euro gefördert. Wird eine zentrale Heizungsanlage anstelle bisher dezentraler Heizsysteme errichtet, dann erhöht sich dieser Betrag um jeweils 2.300 Euro je Wohneinheit. Auch hier kann bei Förderanträgen ab 12.9.2022 bei einem Tausch weg vom Gas hin zu einer klimafreundlichen Alternative je nach Größe der Anlage ein zusätzlicher „Raus aus Gas“-Bonus zwischen 2.000 und 4.000 Euro lukriert werden.

Zusätzlich können Förderungen im jeweiligen Bundesland und teilweise auch bei Gemeinden in Anspruch genommen werden. Mehr Informationen zum Kesseltausch finden Sie hier

Nahezu alle klimafreundlichen und erneuerbaren Heizungssysteme werden großzügig von Bund, Ländern und manchen Gemeinden gefördert. Die meisten Förderungen werden einkommensunabhängig und als „Direkt-Zuschuss“ (einmalig) ausbezahlt und sind auch kombinierbar (sowohl Bundes-, als auch Landes- und Gemeindeförderungen). Weitere Informationen finden Sie unter www.kesseltausch.at

Bundesförderung Raus aus Öl und Gas

Mit der Förderaktion „Raus aus Öl und Gas für Private“ wird der Ersatz eines fossilen Heizungssystems durch eine klimafreundliche Technologie im privaten Wohnbau gefördert. Die Förderung beträgt bis zu 7.500 Euro und ist mit 50 % der förderungsfähigen Kosten begrenzt.  Zusätzlich wird ein „Raus aus Gas“-Bonus in der Höhe von 2.000 Euro vergeben, wenn ein gasbetriebenes Heizungssystem gegen eine klimafreundliche Alternative ausgetauscht wird. Dazu kommen weitere 1.500 Euro, wenn gleichzeitig eine Solarthermieanlage errichtet wird.

„Raus aus Öl und Gas“ für Ein-/Zweifamilien- und Reihenhäuser richtet sich an (Mit-) Eigentümer:innen, Bauberechtigte oder Mieter:innen eines Ein-/Zweifamilien- oder Reihenhauses. Einreichen können ausschließlich Privatpersonen.  Alle weiteren Informationen zu Förderungen zum Austausch von Heizkesseln finden Sie im Rahmen der Förderkampagne "Raus aus Öl und Gas"

Ökologische Steuerreform 2022: Heizkesseltausch und thermische Sanierung sind Sonderausgaben

Ab dem Jahr 2022 können thermische Sanierungen und auch der Heizkesseltausch von fossilen auf erneuerbare Energieträger als Sonderausgaben steuermindernd geltend gemacht / abgeschrieben werden. Die Ausgaben können über fünf Jahre verteilt mit 800 Euro pro Jahr (thermische Sanierung) bzw. 400 Euro pro Jahr (Heizkesseltausch) steuermindernd geltend gemacht werden.
 

Um den Umstieg von fossil betriebenen Raumheizungen auf nachhaltige Heizungssysteme zu unterstützen wird neben Ein-/Zweifamilien- oder Reihenhäuser im Rahmen der Förderaktion "Raus aus Öl und Gas für Private" auch mehrgeschoßiger Wohnbau gefördert.  Alle wichtigen Informationen dazu finden Sie hier

Für die Unterstützung einkommensschwacher Haushalte bei der Umstellung auf ein klimafreundliches Heizungssystem wurde die Förderaktion „Sauber Heizen für alle“ ins Leben gerufen. Je nach Einkommen können bis zu 100 % der Kosten für die neue Heizung gefördert werden. Bei der genauen Berechnung unterstützt Sie die zuständige Stelle in Ihrem Bundesland.
Antragsberechtigt für eine soziale Zusatzförderung sind Gebäudeeigentümer:innen eines Ein-/Zweifamilien-/Reihenhaus mit Hauptwohnsitz am Projektstandort. 

Alle weiteren Informationen finden Sie unter "Sauber Heizen für alle"
 

Um einen Umstiegsprozess hausintern in Gang zu setzen, können Sie:

  • bei der Hausverwaltung nach Alternativen nachfragen
  • eine Energieberatung für das Gebäude anregen
  • sich mit den anderen Eigentümer:innen vernetzen

Ist ein Umstieg beschlossen, gibt es natürlich auch Beratungen und Förderungen. Alle weiteren Informationen finden Sie unter der Förderaktion "Raus aus Öl und Gas"

Leider sind die weiteren Handlungsoptionen für Mieter:innen begrenzt. Bitte wenden Sie sich an Ihre:n Vermieter:in oder die Hausverwaltung, ob in näherer Zukunft an einen Umstieg gedacht wird.

Leider sind die weiteren Handlungsoptionen für Mieter:innen begrenzt. Bitte wenden Sie sich an Ihre Vermieter oder die Hausverwaltung, ob in näherer Zukunft an einen Umstieg auf alternative Energiequellen gedacht wird.