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Österreichs Infoportal zur Energiesituation

Aktuelle Heizpreise (für Endkund:innen in Euro)

Heizöl am 12.2.2024

Veränderung zur Vorwoche: +2%
1,260
Euro/l

Gas am 1.2.2024

Veränderung zum Vormonat: -7%
0,1025
Euro/kWh

Strom am 1.2.2024

Veränderung zum Vormonat: -2%
0,2726
Euro/kWh

Pellets im Februar 2024

Veränderung zum Vormonat: -5%
0,3305
Euro/kg

Aktuelle Stromspar-Stunden 

Freitag, 23.02.2024

10:00 - 12:00 Uhr

Füllstand Gasspeicher (in %)

Gasspeicherstand pro Monat im Vorjahresvergleich (in %)

Eigentumsverhältnisse Gasspeicher (in TWh; Stand: 20.02.2024)

Gasverbrauch pro Monat im 5-Jahres-Vergleich (in TWh)

Aktueller Anteil erneuerbarer Energie an Stromerzeugung (in %)

Aktuelle Stromversorgung nach Energiequelle  (in %)

Stromverbrauch pro Monat im 5-Jahres-Vergleich (in TWh)

Gut vorbereitet auf den Energie-Winter

Volle Gasspeicher, neue Importwege und strengere Gesetzesbestimmungen: Zum Start der Heizsaison widmet sich das Energie-Infoportal den umfangreichen Arbeiten des Klimaschutzministeriums, um das Energiesystem krisenresistent und klimafit umzugestalten. 

Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Vorbereitungsarbeiten des Klimaschutzministeriums

Seit Juni 2022 sinken die russischen Gasimportmengen

Monatlicher Anteil von russischem Gas an den gesamten österreichischen Netto-Gasimporten

Im Dezember 2023 stammten 98 Prozent der Gasimporte Österreichs aus Russland, wobei die gesamten importierten Gasmengen auf sehr niedrigem Niveau lagen. Der Gasverbrauch ist im Jahresvergleich deutlich gesunken. Daher wurde auch insgesamt weniger Gas importiert. Insgesamt stammten im Jahr 2023 64,7 Prozent aller Gasimporte aus Russland.

Im zweiten Halbjahr 2023 gab es nur geringe Gasimporte aus Deutschland. Grund dafür ist die sogenannte „Gasspeicherumlage“: Wird Gas von Deutschland in andere Länder exportiert, müssen Gashändler dafür seit 1. Juli 2023 1,45 Euro /MWh zahlen. Im Jänner 2024 wurde die Umlage nochmal deutlich angehoben. Das Ersetzen russischer Gasmengen über alternative Lieferrouten aus Deutschland ist für österreichische Händler somit wirtschaftlich schwieriger geworden. 

Die Grafik zeigt die monatlichen Netto-Importmengen von Gas aus Russland und anderen Importländern. Die Zahlen weisen in Prozent den Anteil an den gesamten österreichischen Gasimporten aus. Die Balkenlänge zeigt, wie sich die absolute Importmenge seit Februar 2022 verändert hat. 

Der Vergleichsmonat ist Februar 2022, da in diesem Monat der Krieg in der Ukraine mit starken Auswirkungen auf die Energiemärkte in Europa begonnen hat. Absolute Importmengen dürfen aus rechtlichen Gründen nicht veröffentlicht werden, daher werden zur Darstellung Indexwerte (Punkte) verwendet. 

Als Beispiel zur Interpretation der Angaben:

  • Im Februar 2022 und im Dezember 2022 waren die prozentualen Anteile von russischen Importen ähnlich hoch (79 Prozent im Februar vs. 71 Prozent im Dezember). Die bezogene Menge aus Russland war im Dezember 2022 mit 58 Punkten fast um die Hälfte geringer als im Februar 2022 (100 Punkte).
  • Im Mai 2022 und im Oktober 2022 hat Österreich mengenmäßig um ein Drittel mehr Gas importiert, als noch im Februar 2022. Dies zeigt der Index.
  • Im September 2022 waren 21 Prozent der Importe aus Russland, im Oktober 2022 waren es nur 17 Prozent. Dennoch war die importierte Menge aus Russland im Oktober mit 28 Punkten höher als im September (15 Punkte).


Der Importanteil nicht-russischer Quellen setzt sich zu einem großen Teil aus norwegischem Gas und Flüssiggas (LNG) und zu einem kleinen Teil aus Gas aus Nordafrika und Zentralasien zusammen. Die Importe aus anderen Quellen erfolgen im Wesentlichen über Routen durch Deutschland und Italien. Aktualisiert wird jeweils am Ende des Monats für den Vormonat. Das heißt die Daten für z.B. August werden Ende September eingespielt. 

So heizt Österreich (in Zukunft) 

Mehr als die Hälfte des österreichischen Endverbrauchs von Energie wird für die Erzeugung von Wärme eingesetzt. Ein großer Teil dieser Energie geht in die vielen hunderttausend Heizungen, die Österreichs Wohnungen behaglich machen.

Fernwärme und fossile Systeme dominieren

Rund vier Millionen Hauptwohnsitze gibt es in Österreich. Landesweit werden noch 35 Prozent davon direkt fossil beheizt: 22 Prozent heizen mit Erdgas, 13 Prozent mit Heizöl. Kohle spielt keine Rolle mehr: Nur mehr 0,1% der Wohnungen werden so gewärmt. Fernwärme basiert in Österreich rund zur Hälfte auf erneuerbaren Energien und ist mit 30 Prozent aller Hauptwohnsitze die am weitesten verbreitete Heizform. Stromdirektheizungen wie Nachtspeicheröfen, elektrische Fußbodenheizungen oder Infrarotheizungen werden in sechs Prozent der Hauptwohnsitze eingesetzt, Wärmepumpen gibt es bereits in elf Prozent aller Wohnungen. Die Umstellung auf 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien ist entscheidend, um diese strombasierten Heizformen zukunftsfit zu machen und insgesamt mehr Effizienz in den Raumwärmebereich zu bringen. Traditionell weite Verbreitung finden in Österreich auch Holzheizungen. Pellets, Hackschnitzel oder Scheitholz werden in 18 Prozent der Hauptwohnsitze als primäres Heizsystem genutzt.

Große Unterschiede in den Bundesländern

Statistik Austria 2023 (Mikrozensus, 2021/2022). Primäres Heizsystem in Wohnungen („Hauptwohnsitze“) nach überwiegend eingesetztem Energieträger. In die Kategorie Fernwärme fallen auch sonstige, nicht zuordenbare Heizformen.
Statistik Austria 2023 (Mikrozensus, 2021/2022). Primäres Heizsystem in Wohnungen („Hauptwohnsitze“) nach überwiegend eingesetztem Energieträger. In die Kategorie Fernwärme fallen auch sonstige, nicht zuordenbare Heizformen.

Zwischen Ballungsräumen, in denen Fernwärme sehr verbreitet ist, und ländlichen Gebieten, in denen das Heizspektrum vielfältiger ist, gibt es große Unterschiede, wie auch von Bundesland zu Bundesland.

  • In Wien dominieren zwei leitungsgebundene Heizformen: Gas und Fernwärme 
  • Das Bundesland mit der höchsten Durchdringung von Wärmepumpen ist Vorarlberg (21 % der Hauptwohnsitze) – auch Direktstromheizungen spielen hier eine große Rolle (12 %)
  • 32 Prozent aller Hauptwohnsitze in Burgenland werden mit Holz beheizt
  • Gas spielt in Kärnten so gut wie keine Rolle, dafür sind Ölheizungen dort noch weit verbreitet
  • Salzburg hat die Anzahl an Ölheizungen in den letzten 20 Jahren halbiert
  • Aufgrund der Fernwärme in Graz und den vielen Nahwärmenetzen am Land ist die Fernwärme (zu der auch Nahwärme zählt) die am weitesten verbreitete Heizform der Steiermark
  • In Niederösterreich sind noch viele Ein- und Zweifamilienhäuser mit Gas versorgt
  • Neben der städtischen Fernwärme in Linz und Wels spielt die Wärmepumpe in Oberösterreich schon eine große Rolle
  • In Tirol hat sich die Anzahl an mit Gas beheizten Hauptwohnsitzen in den letzten 20 Jahren verdoppelt

Umstellung auf klimafitte Heizsysteme bis 2040

Statistik Austria 2023 (Mikrozensus, 2021/2022). Primäres Heizsystem in Wohnungen („Hauptwohnsitze“) nach überwiegend eingesetztem Energieträger. In die Kategorie Fernwärme fallen auch sonstige, nicht zuordenbare Heizformen.
Statistik Austria 2023 (Mikrozensus, 2021/2022). Primäres Heizsystem in Wohnungen („Hauptwohnsitze“) nach überwiegend eingesetztem Energieträger. In die Kategorie Fernwärme fallen auch sonstige, nicht zuordenbare Heizformen.

So unterschiedlich die Ausgangslage in den einzelnen Bundesländern auch ist: Der Ausstieg aus fossilen Heizungen bis 2040 ist eine Herausforderung, die alle Länder eint. Klimafreundliche Alternativen sind verfügbar:

Der Anschluss an ein Nah-/Fernwärmenetz bringt viele Vorteile mit sich: Einmal angeschlossen gibt es keine zukünftigen Investitionen in neue Heizkessel und eine Abrechnung nach tatsächlichem Verbrauch. Außerdem sorgt Nah- und Fernwärme durch die wesentlich effizientere Technologie für finanzielle Vorteile. Viele Nahwärmenetze basieren auf Biomasse. Im städtischen Bereich wird zur Fernwärmeerzeugung Abwärme sowie in den Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen Gas eingesetzt. Die Umstellung der Fernwärmeerzeugung auf Geothermie, Wärmepumpen, Abwärme und andere klimafreundliche Quellen ist eine Herausforderung, die in den nächsten Jahrzehnten zu lösen ist.

Wärmepumpen werden aus Effizienzgründen vor allem in Kombination mit Fußboden-, Wand- oder Deckenheizungen bzw. Niedertemperatur-Heizkörpern in thermisch sanierten Gebäuden empfohlen, funktionieren aber auch in Bestandsgebäuden hervorragend, wie viele bereits umgesetzte Projekte zeigen. Mehr Infos zu Wärmepumpen finden Sie hier: klimaaktiv Wärmepumpen.

Biomasseheizungen (Pellets, Hackgut, Stückholz) sind zu bevorzugen, wenn es um hohe Heizungs-Vorlauftemperaturen und große Energieverbräuche geht. Allerdings ist das nachhaltige Biomassepotenzial begrenzt. Deshalb gilt auch hier die Empfehlung, das Gebäude vor dem Heizungstausch gut zu dämmen, wodurch der Energieverbrauch und die Heizkosten deutlich reduziert werden. Mehr Infos zu Biomasseheizungen finden Sie hier: klimaaktiv Holzheizungen.

Hohe Anreize für Umstieg

Verbot von neuen Gasheizungen
Seit dem Jahr 2020 ist das Ölkesseleinbauverbotsgesetz (ÖKEVG) in Kraft. Dieses verbietet den Einbau von Öl- und Kohleheizungen in neu errichteten Gebäuden. Mit einem Erneuerbaren Wärme Paket (EWP) soll das bestehende Verbot auf sämtliche Anlagen im Neubau ausgeweitet werden, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden können – also auch auf Gasheizungen.

Höhere und verbesserte Förderungen für Haushalte
Seit Jahren unterstützt das erfolgreiche Förderprogramm „Raus aus Öl und Gas“ Haushalte, Gemeinden und Betriebe beim Umstieg von fossilen Heizanlagen auf klimafreundliche Alternativen. 2022 konnten alleine im Bereich der privaten Haushalte mehr als 40.000 fossile und ineffiziente Heizungen durch Fernwärme, klimafreundliche Wärmepumpen und Biomasseheizungen ersetzt werden. Mit einer Aufstockung und Verbesserung des Förderangebots sollen in den kommenden Jahren noch mehr Menschen zur Umstellung auf klimafreundliche Anlagen bewegt werden, um die Dekarbonisierung des Gebäudesektors bis zum Jahr 2040 voranzutreiben. Das im Oktober 2023 präsentierte Erneuerbare Wärme Paket (EWP) sieht vor:

  • Zusätzliche Förderungen für Kesseltausch in der Höhe von einer Milliarde Euro bis 2026 (75 % pro neuer Heizung durch Bundes- und Landesförderungen)
  • Erhöhung der zur Verfügung stehenden Förderungen für einkommensschwache Haushalte auf 1.600 Millionen Euro bis 2030
  • Erhöhung der Mittel für den Sanierungsbonus um 200 Mio. Euro für das Jahr 2024.

Regelungen und Unterstützung in den Bundesländern
Neben Bundesförderungen und -regelungen ist auch eine Vielzahl an Maßnahmen der Bundesländer entscheidend dafür, dass der Ausstieg aus Öl- und Gasheizungen gelingt: Bauordnungen, Energieraumplanung, Beratungsleistungen und vielfältige Förderinstrumente geben Richtung und Unterstützung bei Heizungstausch und Sanierungen.


Die verwendeten Zahlen bilden nicht das gesamte Bild aller Heizungen in Österreich ab, sondern lediglich rund 80 Prozent. Nicht inkludiert sind Heizsysteme in Nicht-Wohngebäuden oder gewerblichen Objekten sowie Zweitheizungen und Heizungen in Nebenwohnsitzen. Die Daten sind bei der Statistik Austria verfügbar.

Rekord-Zuwächse für Erneuerbare

Das Klimaschutzministerium erhebt jährlich, wie sich der Energiemarkt entwickelt. Die Ergebnisse für das Jahr 2022 sind dabei sehr erfreulich, denn sie zeigen: Die Energiewende schreitet voran! 

Die Erneuerbaren-Zuwächse im Detail

Wie und wo kann Energie gespart werden?

Im Haushalt lässt sich viel Energie sparen. Der Energieverbrauch variiert je nach Haushaltsgröße, Beschaffenheit des Wohngebäudes und anderen Faktoren. Wir bieten umfangreiche Informationen zum Energiesparen. Vom richtigen Heizen, Umgang mit Warmwasser, energieeffizienten Elektrogeräten bis hin zum Sanieren und klimafreundlicher Mobilität. Informieren Sie sich gleich.

Informationen für Organisationen und Unternehmen

Die aktuellen Entwicklungen auf dem Energiemarkt stellen die österreichische Wirtschaft und Industrie vor Herausforderungen. Die Bundesregierung hat eine Reihe von Maßnahmen gesetzt, um die Resilienz der Volkswirtschaft zu erhöhen und die Versorgung Österreichs (u. a. durch eine Strategische Gasreserve) sicherzustellen. 

Servicetelefon zur Stromkostenbremse

Haben Sie Fragen zur Stromkostenbremse oder dem Stromkostenergänzungszuschuss, für die Sie aus den Informationen auf oesterreich.gv.at keine Antworten gefunden haben? Das Servicetelefon ist von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr unter 050 233 780 kostenlos erreichbar.

Wenn Haushalte Strom ausschließlich über einen Zählpunkt beziehen, der auf einen landwirtschaftlichen Betrieb oder einen Gewerbebetrieb angemeldet ist, gelten besondere Regeln. Bei Fragen, die auf oesterreich.gv.at nicht beantwortet werden, wenden Sie sich bitte an die jeweils zuständigen Ministerien:

  • Bürgerservice Landwirtschaftsministerium: 0800 500 198, service@bml.gv.at 
  • Bürgerservice Wirtschaftsministerium: 0800 240 258, service.wirtschaft@bmaw.gv.at