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Österreichs Energie-Infoportal

Aktueller Anteil erneuerbarer Energie an Stromerzeugung (in %)

Aktuelle Stromversorgung nach Energiequelle  (in %)

Stromversorgung der vergangenen 30 Tage (in GWh pro Tag)

Füllstand Gasspeicher (in %)

Eigentumsverhältnisse Gasspeicher (in TWh; Stand: 18.06.2024)

Gasspeicherstand pro Monat im Vorjahresvergleich (in %)

Rekord-Ausbau bei Erneuerbaren

Die Energiewende schreitet voran - das zeigen die Zahlen aus der Marktstatistik, die das Klimaschutzministerium jährlich erhebt. 70 neue Windräder, die Photovoltaik-Leistung stieg 2023 um fast 70 Prozent, die Batteriespeicherkapazitäten haben sich verdreifacht und auch Wärmepumpen und Biomasseheizungen sind heiß im Kurs!

Rekord-Ausbau bei Erneuerbaren im Detail

Diversifizierungspflicht soll Österreichs Importe von russischem Gas senken

Monatlicher Anteil von russischem Gas an den gesamten österreichischen Netto-Gasimporten

Österreich hat sich in den vergangenen Jahrzehnten abhängig von russischem Gas gemacht. Zuletzt wurde im Jahr 2018 ein langfristiger Liefervertrag verlängert. Nach Lieferunterbrechungen im Jahr 2022 von russischer Seite wird nun wieder nach Vertrag von Russland nach Österreich Gas geliefert. Gleichzeitig gibt es derzeit in Deutschland sogenannte Gasumlagen, die einen Gasimport über alternative Routen erschweren. Denn die Gashändler müssen dafür seit 1.1.2024 1,86 Euro/MWh zahlen, im Juli 2024 wird sie nochmals kräftig auf 2,50 Euro/MWh erhöht.. Gegen diese Maßnahme läuft derzeit ein Pilotverfahren der EU-Kommission.

Diese Umstände führen dazu, dass Österreichs Importanteil von russischem Gas weiterhin sehr hoch ist (zuletzt über 90 Prozent). Die absoluten Zahlen sind aktuell rückläufig, da der österreichische Gasverbrauch im Jahresvergleich deutlich gesunken ist, nach wie vor viel Gas in den Gasspeichern gelagert ist und so insgesamt weniger Gas importiert werden musste.

Klimaschutzministerin Leonore Gewessler hat im Februar 2024 daher eine gesetzliche Diversifizierungspflicht vorgeschlagen, die gerade in Ausarbeitung ist. Mehr zu dem Maßnahmenpaket des Klimaschutzministeriums.

Die Grafik zeigt die monatlichen Netto-Importmengen von Gas aus Russland und anderen Importländern. Die Zahlen weisen in Prozent den Anteil an den gesamten österreichischen Gasimporten aus. Die Balkenlänge zeigt, wie sich die absolute Importmenge seit Februar 2022 verändert hat. 

Der Vergleichsmonat ist Februar 2022, da in diesem Monat der Krieg in der Ukraine mit starken Auswirkungen auf die Energiemärkte in Europa begonnen hat. Absolute Importmengen dürfen aus rechtlichen Gründen nicht veröffentlicht werden, daher werden zur Darstellung Indexwerte (Punkte) verwendet. 

Als Beispiel zur Interpretation der Angaben:

  • Im Februar 2022 und im Dezember 2022 waren die prozentualen Anteile von russischen Importen ähnlich hoch (79 Prozent im Februar vs. 71 Prozent im Dezember). Die bezogene Menge aus Russland war im Dezember 2022 mit 58 Punkten fast um die Hälfte geringer als im Februar 2022 (100 Punkte).
  • Im Mai 2022 und im Oktober 2022 hat Österreich mengenmäßig um ein Drittel mehr Gas importiert, als noch im Februar 2022. Dies zeigt der Index.
  • Im September 2022 waren 21 Prozent der Importe aus Russland, im Oktober 2022 waren es nur 17 Prozent. Dennoch war die importierte Menge aus Russland im Oktober mit 28 Punkten höher als im September (15 Punkte).


Der Importanteil nicht-russischer Quellen setzt sich zu einem großen Teil aus norwegischem Gas und Flüssiggas (LNG) und zu einem kleinen Teil aus Gas aus Nordafrika und Zentralasien zusammen. Die Importe aus anderen Quellen erfolgen im Wesentlichen über Routen durch Deutschland und Italien. Aktualisiert wird jeweils am Ende des Monats für den Vormonat. Das heißt die Daten für z.B. August werden Ende September eingespielt. 

Für kommenden Winter bleibt mehr Gas

Die Bilanz der Heizperiode 2023/24 zeigt, dass weniger Gas benötigt wurde. Das wirkt sich positiv auf die Versorgungssicherheit aus, da weiterhin viel Gas in unseren Speichern gelagert ist.

Mehr zum Heizrückblick 2023/24

Wo verbrauchen Haushalte wieviel Energie?

Energieverbrauch Haushalte in % (Quelle: Statistik Austria)

Die Grafik in Tortendiagrammform zeigt die Verteilung des Energieverbrauchs in privaten Haushalten und ist in verschiedene Kategorien unterteilt. Der Verkehrsbereich, also der Energieverbrauch von Fahrzeugen im Haushalt, nimmt 29,3 Prozent (A) des Gesamtenergieverbrauchs ein. Warmwasser benötigt 9,2 Prozent (B) der Energie, während das Kochen, Kühlen und Gefrieren zusammen 3,9 Prozent (C) ausmachen. Groß- und Kleingeräte tragen mit 2,9 Prozent (D) zum Gesamtenergieverbrauch bei, gefolgt von Elektronik & Sonstiges mit 3,5 Prozent (E). Am wenigsten Energie wird mit 1,2 Prozent für Beleuchtung (F) aufgewendet. Zum Heizen der eigenen vier Wände wird mit 50 Prozent (G) am meisten Energie benötigt.

Die Beleuchtung hat somit einen sehr geringen Energieeinspareffekt - obwohl ehrgeizige Energiesparende häufig besonders darauf achten. Viel Einsparpotenzial gibt es hingegen in der Raumwärme. Faktoren wie die Art der Heizung, die Menge an genutzter Heizenergie und die Qualität der Dämmung des Gebäudes beeinflussen maßgeblich den Energieverbrauch für Raumwärme. Das Klimaschutzministerium bietet für Sanierungen und den Tausch alter Heizungen attraktive Förderungen.

Die Daten stammen von der Nutzenergieanalyse 2022 der Statistik Austria und werden jährlich aktualisiert. Diese Zahlen sind Durchschnittswerte. Die Gewichtung und das tatsächliche Verhältnis der einzelnen Kategorien zueinander können in der Realität variieren. Personen, die beispielweise kein Auto nutzen oder in sehr energieeffizienten Gebäuden wohnen, haben entsprechend ein anderes Verhältnis und wenden daher weniger Energie für diese Bereiche auf. Die individuellen Lebensumstände beeinflussen somit das tatsächliche Energieverbrauchsprofil eines Haushalts.

Wo kann wie Energie gespart werden?

Im Haushalt lässt sich viel Energie sparen. Der Energieverbrauch variiert je nach Haushaltsgröße, Beschaffenheit des Wohngebäudes und anderen Faktoren. Wir bieten umfangreiche Informationen zum Energiesparen. Vom richtigen Heizen, Umgang mit Warmwasser, energieeffizienten Elektrogeräten bis hin zum Sanieren und klimafreundlicher Mobilität. Informieren Sie sich gleich.

Informationen für Organisationen und Unternehmen

Die aktuellen Entwicklungen auf dem Energiemarkt stellen die österreichische Wirtschaft und Industrie vor Herausforderungen. Die Bundesregierung hat eine Reihe von Maßnahmen gesetzt, um die Resilienz der Volkswirtschaft zu erhöhen und die Versorgung Österreichs (u. a. durch eine Strategische Gasreserve) sicherzustellen. 

Servicetelefon zur Stromkostenbremse

Haben Sie Fragen zur Stromkostenbremse oder dem Stromkostenergänzungszuschuss, für die Sie aus den Informationen auf oesterreich.gv.at keine Antworten gefunden haben? Das Servicetelefon ist von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr unter 050 233 780 kostenlos erreichbar.

Wenn Haushalte Strom ausschließlich über einen Zählpunkt beziehen, der auf einen landwirtschaftlichen Betrieb oder einen Gewerbebetrieb angemeldet ist, gelten besondere Regeln. Bei Fragen, die auf oesterreich.gv.at nicht beantwortet werden, wenden Sie sich bitte an die jeweils zuständigen Ministerien:

  • Bürgerservice Landwirtschaftsministerium: 0800 500 198, service@bml.gv.at 
  • Bürgerservice Wirtschaftsministerium: 0800 240 258, service.wirtschaft@bmaw.gv.at