Springe zum Hauptmenü Springe zum Inhalt Springe zum Fußzeilenmenü

Gut zu wissen über Erneuerbare Energie

Aktuelle Stromversorgung nach Energiequelle  (in %)

Stromversorgung der vergangenen 30 Tage (in GWh pro Tag)

Österreich ist bei erneuerbaren Energien EU-Vorreiter

Die Grafik zeigt den Anteil erneuerbarer Energie am Bruttoendenergieverbrauch der EU-Staaten 2020
Anteil erneuerbarer Energie am Bruttoendenergieverbrauch der EU-Staaten 2021, Quelle: Eurostat

Der Mix aus Energieträgern wie Wind, Wasser, Erdgas und Öl sowie die Potentiale sind von Land zu Land unterschiedlich. Ein Blick auf das Ranking der EU-Mitgliedstaaten beim Anteil erneuerbarer Energieträger am Bruttoendenergieverbrauch zeigt, dass Österreich im Spitzenfeld liegt. Im Jahr 2021 belegte Österreich den fünften Platz hinter Schweden, Finnland, Lettland und Estland. Das Ranking basiert auf der EU-Richtlinie 2009/28/EG vom 23. April 2009 zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen (kurz RED I).

Österreich hat gute Voraussetzungen für die Nutzung erneuerbarer Energieträger und stellt dies bereits seit vielen Jahrzehnten unter Beweis.

Deutliche Zuwächse erneuerbarer Energien in allen Bereichen

Österreich ist es gelungen, sein Ziel von 34 Prozent mit 36,4 Prozent zu übertreffen. Der EU-Schnitt liegt bei 21,8 Prozent. Entscheidend dafür waren deutliche Zuwächse der Bereitstellung und Nutzung Erneuerbarer in allen maßgeblichen Bereichen: 

  • So konnte die Stromerzeugung aus Wasserkraft, Wind, Photovoltaik und Bioenergie deutlich erhöht werden, vor allem durch die Förderungen im Rahmen des Ökostromgesetzes.
  • Auch im Bereich der Wärmeversorgung hat der Anteil erneuerbarer Energieträger maßgeblich zugenommen, nicht zuletzt aufgrund von Bundes- und Landesförderungen für erneuerbare Wärmetechnologien, insbesondere für Biomasse.
  • Im Verkehrsbereich waren vor allem steuerliche Anreize und Bundesförderungen in Verbindung mit einem eigenem „Verkehrs-Ziel“ in der RED I maßgebliche Akzente.

Klimaneutralitätsziele erfordern konsequenten Umbau des Energiesystems

Das Ziel der Klimaneutralität (EU ab 2050, Österreich schon ab 2040) macht aber klar, dass der Anteil der Erneuerbaren – aber auch der Energieeffizienz - weiter massiv zunehmen muss. Dem trägt auch die RED II  Rechnung, die für 2030 ein gemeinschaftliches Erneuerbaren-Ziel von 32 Prozent vorsieht. In den aktuell laufenden Verhandlungen zur RED III wird es eine deutliche Nachjustierung des 2030-Zieles geben.

Wie auch immer der endgültige 2030-Zielwert der Union lauten wird: für Österreich ist klar, dass der Erneuerbaren-Anteil weiter kräftig ausgebaut wird und der Energieverbrauch durch mehr Energieeffizienz deutlich reduziert werden muss. Nur so kann es gelingen, die Energieversorgung bis 2040 weitgehend auf erneuerbare Energieträger umzustellen.